Notar hört Geschichte eines Obdachlosen und sagt, er suche nach 10 Jahren nach ihm – Story des Tages

Ein Obdachloser namens Carl war überrascht, zu erfahren, dass der Notar der Kleinstadt seit zehn Jahren nach ihm suchte. Was als nächstes geschah, veränderte sein Leben für immer.

 

Carl war ein obdachloser Mann, der jeden Tag am selben Ort in einer kleinen Stadt saß. Die Anwohner*innen kannten ihn bereits und die meisten waren nett zu ihm. Einige ärgerten und verhöhnten ihn, weil er arm war.

 

Dennoch war Carl immer freundlich und höflich zu allen. Er bot den Menschen, die er traf, sogar oft Hilfe an, sei es, einer älteren Person über die Straße zu helfen oder jemandem die Einkaufstaschen zu tragen.

Eines Tages kam der städtische Notar mit seinem Sohn vorbei. Der Notar traf zufällig einen alten Freund und sie unterhielten sich. Der Blick seines Sohnes jedoch kreuzte Carls und mit einem bösen Lächeln kam er herüber.

 

“He, Obdachloser. Wie lange hast du schon nicht mehr geduscht? Wegen dir sind die Straßen dreckig”, sagte er. Carl war es gewohnt, wegen seines Geruchs geärgert zu werden, also antwortete er dem Jungen nicht.

 

“Biste taub? Warum antwortest du nicht? Oder kannste nicht reden, weil du nicht auf der Schule warst?”, höhnte der Junge weiter. Diesmal hörte sein Vater ihn und legte dem Jungen eine schwere Hand auf die Schulter.

 

“Habe ich dich so erzogen, mein Sohn? Was du tust ist ekelhaft. Zeige etwas Respekt! Du entschuldigst dich sofort”, schimpfte er.

 

Nachdem sein Sohn eine Entschuldigung gemurmelt hatte, entschuldigte sich auch der Vater: “Bitte entschuldigen Sie. Ich bin Peter und das ist mein Sohn Arnold. Ich werde meinem Sohn noch einmal erklären, was er falsch gemacht hat. Bitte vergeben Sie uns.” Er verbeugte sich ein wenig.

 

“Ist schon okay, wirklich”, sagte Carl mit einem kleinen Lächeln.

 

“Bitte, erlauben Sie mir, Ihnen etwas zu Essen zu kaufen. Sie sind bestimmt hungrig. Ich könnte auch etwas vertragen”, sagte Peter und hielt Carl eine Hand ihn, um ihm aufzuhelfen. So gingen die drei zur nächsten Pizzeria.

 

Sie beschlossen, sich draußen hinzusetzen und zusammen ihre Pizzen zu verspeisen. Da beschloss Peter, etwas über sein Leben zu sprechen.

 

“Ich bin der örtliche Notar und am Wochenende leite ich ein Wohltätigkeitsprogramm in der Kirche. Wir wollten gerade Sachen für die Suppenküche kaufen, als wir dich trafen”, erzählte er und wies über die Straße, wo sein Notariat lag.

Du solltest zu unserer Suppenküche kommen. Wir kochen jedes Wochenende leckere Gerichte. Etwas, das dir durch die kalten Nächte helfen könnte”, lächelte Peter.

 

“Das wäre toll”, erwiderte Carl.

 

“Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, aber.. wie bist auf der Straße gelandet?”, fragte Peter, als er Carl ein weiteres Stück Pizza reichte.

 

“Nun, vor 11 Jahren beschloss meine Frau, sich scheiden zu lassen. Irgendwie bekam sie all mein Geld und warf mich aus dem Haus. Ich hatte einen gut bezahlten Job und wäre finanziell sicher gewesen, aber der Herzschmerz war zu schlimm und ich fing an, zu viel zu trinken”, begann er seine Erklärung.

 

“Ich konnte nicht mehr richtig funktionieren und das fiel auf der Arbeit auf. Ich wurde gefeuert und, tja, das war das Ende von Carl Nilssons fröhlichen Tagen”, schloss er.

 

Als Peter den Namen hörte, verschluckte er sich an seiner Limo. “Moment mal. Dein Name ist Carl Nilsson?”, fragte er.

 

Carl nickte und Peter konnte es nicht fassen. “Carl, ich suche seit zehn Jahren nach dir!”, rief er. “Dein Onkel Ulf ist vor zehn Jahren gestorben. Er hat dir und seinen anderen Neffen sein Erbe vermacht. Der Fall landete bei mir, aber ich konnte dich nicht finden”, erklärte Peter dem schockierten Carl.

 

“Ulf…”, sagte er und versuchte, sich an seinen Onkel zu erinnern. Dann ergab alles einen Sinn. “Meine Mutter hatte einen älteren Bruder namens Ulf, der keine eigenen Kinder hatte. Ich habe ihn nie getroffen, weil er weit weg wohnte, aber meine Mutter erzählte mir von ihm.”

 

Am nächsten Tag kam Carl zu Peter ins Büro. Sie prüften seine Informationen und es stellte sich heraus, dass Carl achtzigtausend Euro erben sollte!

 

“Ich kann dir gar nicht genug danken für das, was du für mich getan hast. Das wird mein Leben verändern”, sagte Carl zu Peter. “Weil du und dein Sohn mein Leben umgedreht habt, möchte ich euch zwanzigtausend Euro abgeben.”

Peter schüttelte den Kopf. “Danke für deine Großzügigkeit, Carl, aber wir brauchen es nicht. Wenn du möchtest, spende gerne einen Teil”, schlug Peter vor. Und das tat Carl. Außerdem wurde er als Freiwilliger aktiv.

 

Von seinem Geld kaufte er sich neue Kleidung und mietete eine Wohnung. Peter besorgte ihm außerdem einen Job als sein Assistent und das war erst der Anfang der besten Tage von Carls Leben.

 

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Wir sollten gütig sein zu allen, die wir treffen. Peter ermahnte seinen Sohn dafür, Carl beleidigt zu haben. Egal, wo wir im Leben stehen, wir müssen alle mit Güte behandeln, denn wir alle haben unsere eigene Last zu tragen.
  • Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Carl hatte jahrelang in den Obdachlosenunterkünften und auf der Straße gelitten, doch er schaffte es, mit Peters Hilfe sein Leben zu ändern.

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