Die Geschichte von Jessie Tarbox Beals: Die erste Fotojournalistin mit enormer Willenskraft

Nach wie vor war der Fotojournalismus ein anspruchsvoller und riskanter Beruf. Jessie musste eine Kamera drehen, die über 20 Kilogramm wog. Und das hielt sie nicht davon ab, die besten Blickwinkel für ihre Fotos zu bekommen. Sie ist auf Leitern und Bücherregale geklettert und sogar von einem Heißluftballon gesprungen.

Trotz allem behauptete Jessie, dass Fotografie ein Beruf sei, den jede Frau mit “guter Gesundheit, Ausdauer und einem Gespür für Nachrichten meistern könne.”

Wie aus einem Hobby eine Leidenschaft wurde

Jessie wuchs in der kanadischen Provinz Ontario auf. Als junges Mädchen erwarb sie ihr Lehrdiplom.

Nach einem Jahrzehnt des Lehrens in Massachusetts gewann Jessie eine Kamera für den Verkauf von Zeitschriftenabonnements. Zunächst war Fotografie für sie ein Hobby, das sich ziemlich schnell zu einer Leidenschaft entwickelte.

Über eine Karriere als Fotograf

Mit 30 entschied sich die Frau, die Lehre abzubrechen, um sich ihrer Lieblingssache zu widmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits geheiratet und war in die Stadt Buffalo im amerikanischen Bundesstaat New York gezogen. Dort richtete sie ein Porträtstudio ein, was zu dieser Zeit eine besondere Leistung war.

1902 wurde Jessie als Fotografin für zwei lokale Zeitungen angestellt. Es war ein unerhörter Beruf für Frauen. Aber das reichte der mutigen Jessie nicht. Also zog sie 1905 nach New York City, um Nachrichtenfotografin in der größten Stadt Amerikas zu werden.

Aber keine Zeitung wollte die Frau einstellen. Also eröffnete sie wieder einmal ein Porträtstudio, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Jessie wollte aber nicht aufgeben und machte Fotos, die sie für berichtenswert hielt, druckte sie ab und verkaufte sie an Zeitungsredaktionen. Später schrieben Reporter Geschichten und bestellten Fotos von Jessie. Auf diese einzigartige Art und Weise half ihr die Freiberuflichkeit, sich guten Ruf zu verdienen.

Jessie’s Leistungen

Sie machte Porträts von 3 US-Präsidenten, Coolidge, Hoover und Taft.

Jessie hat auch literarische Persönlichkeiten fotografiert, vor allem Edna St. Vincent Milley und Mark Twain.

Bekannt wurde Jessie auch durch ihre Dokumentationen über die Lebensbedingungen der Armen. Einer ihrer berühmtesten Fotoessays, der 1913 in der New York Times erschien, zeigte das Leben von Einwandererfamilien.

Quelle: life.24tv.com

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