Die Bundesregierung hat kurz vor der Sommerpause ein Reformpaket in Stellung gebracht, das ab 2027 gleich mehrere Stellschrauben des Abgabensystems drehen soll – doch welche genau, darüber schweigt Berlin bislang auffallend laut. Klar ist nur: Millionen Beschäftigte, Familien und Selbstständige werden es jeden Monat auf ihrem Kontoauszug sehen.
Der neue Kurs – viel Ankündigung, wenig Konkretes

Seit Wochen verweist die Merz-Regierung auf eine „zweite große Modernisierung“ nach der Gesundheitsreform. Finanz- und Wirtschaftsressorts sprechen von einem „Paradigmenwechsel“, der Entlastung für die breite Mitte schaffen und gleichzeitig „stabile Staatsfinanzen“ sichern soll. Noch aber bleiben die Eckpunkte unter Verschluss – ein politisches Kalkül, das die Spannung am Köcheln hält.
Fest steht: Der Startschuss soll am 1. Januar 2027 fallen. Bis dahin laufen Ressortabstimmung, Verbändeanhörungen und Koalitionsgespräche. Hinter verschlossenen Türen ringt man um Grenzwerte, Freibeträge und eine faire Lastenverteilung zwischen Arbeitnehmern, Unternehmen und Spitzenverdienern.