Ein Land hält den Atem an: In Norwegen hat eine Ära ein abruptes Ende gefunden. Mit dem Tod von König Harald V. ist nicht nur tiefe Trauer ausgebrochen – im selben Moment beginnt auch ein neues Kapitel für die Monarchie. Noch während das ganze Land um den beliebten Regent trauert, rückt sein Sohn Haakon in den Mittelpunkt eines historischen Umbruchs.
Abschied von einem König

Norwegen verliert mit Harald V. seinen langjährigen Monarchen und für viele auch eine Identifikationsfigur. Der König starb laut Mitteilung des Hofes am Freitagmorgen um 6.35 Uhr im Universitätskrankenhaus in Oslo. Damit endet eine Regentschaft, die seit 1991 das Land geprägt hat und Harald weit über die Grenzen Norwegens hinaus zu einer bekannten Persönlichkeit machte.
Besonders traurig: Der Abschied kam zwar nicht völlig unerwartet, trifft das Land aber dennoch mit voller Wucht. Harald galt als nahbar, humorvoll und beim Volk außerordentlich beliebt. Gerade diese Mischung machte ihn für viele zum „König der Herzen“. Doch schon unmittelbar nach seinem Tod richtet sich der Blick auf die Frage, wie es nun an der Spitze des Königshauses weitergeht.
Doch mit dem letzten Atemzug des alten Königs beginnt bereits das erste große Kapitel des neuen Monarchen.