„Beide Arme sind ab!“ – Der erschütternde Hilferuf, der gestern Abend die Leitungen der Rettungszentrale lahmlegte, jagt noch immer Schauer über den Rücken aller Beteiligten. Was genau geschah? Und wie konnte ein entspannter Ausflug in blankes Entsetzen umschlagen?
Der dramatische Notruf

Die Leitstelle meldet gegen 19 Uhr einen eingehenden Notruf, der selbst hartgesottene Disponenten stocken ließ. Im Hintergrund schrilles Kreischen, hektisches Platschen – dann die verzweifelte Stimme einer Freundin: „Beide Arme sind ab, beide Arme sind ab, bitte beeilt euch!“ Sekundenlang herrscht Funkstille, bis die Operatorin nachhakt, ob Gliedmaßen noch zu retten seien. „Einer hängt nur noch an einem Fetzen Haut, der andere ist weg“, schluchzt die Anruferin.
Allein die Tonaufnahmen zeigen, wie blitzschnell die Idylle kippte. Innerhalb weniger Atemzüge wurde ein sonniger Ausflug zur Szene erschütternden Grauens. Während am anderen Ende Rettungsteams alarmiert werden, versucht die kleine Gruppe, ihre schwer verletzte Freundin an Land zu zerren – die Attacke ist da längst vorbei, die Folgen aber sind unumkehrbar.