Ein Hilferuf hallt über das pechschwarze Wasser, der Motor ist verstummt, nur das leise Klatschen der Wellen verrät, dass hier irgendwo ein Flugzeug im Ozean treibt. Zwei Gestalten klammern sich an blankes Aluminium, während die Dämmerung hereinbricht – und noch weiß niemand, ob Rettung rechtzeitig eintreffen wird.
Minuten, die wie eine Ewigkeit wirken

Die Uhr zeigt kurz nach 18 Uhr, als ein Mayday-Signal die Funkkanäle sprengt. An Bord des kleinen Sportfliegers haben die Insassen bereits das Unfassbare erlebt: Erst plötzlicher Leistungsverlust, dann der Sturzflug ins Meer. Jetzt sitzen sie auf dem Flügel, starren in die Ferne und hoffen, das grelle Blitzlicht eines Helikopters zu entdecken.
Während die Wellen höher schlagen, führt jede Böe kaltes Wasser gegen die Metallhaut des Wracks. Der Geruch von Kerosin mischt sich mit salziger Gischt, und die Überlebenden spüren, wie die Temperatur rapide sinkt. Doch so dramatisch das Bild ist – es wird noch atemraubender, sobald die Retter wirklich eintreffen.