Die Entscheidungen sind längst gefallen, doch das ganze Ausmaß der Mission entfaltet sich erst jetzt: An der nördlichen Peripherie der EU formiert sich etwas, das es so in der Geschichte der Bundeswehr noch nicht gegeben hat – und alle Augen richten sich auf ein kleines Land zwischen der Ostsee und Belarus.
Ein neuer Brennpunkt in Europas Sicherheitsarchitektur

Litauen – einst Randnotiz auf der sicherheitspolitischen Landkarte Berlins – ist binnen weniger Jahre zum Synonym für die strategische Abschreckung der NATO geworden. Seit Russlands Angriff auf die Ukraine hat sich das militärische Koordinatensystem verschoben, und die baltischen Staaten fordern lautstark greifbare Garantien.
Was früher durch rotierende Bataillone abgedeckt wurde, wächst nun zu einem dauerhaften Pfeiler deutscher Verteidigungspolitik. Berlin stellt klar: Die Bündnissolidarität ist kein Lippenbekenntnis. Hinter den Kulissen wird bereits mit Hochdruck an Trassen, Unterkünften und modernstem Gerät gearbeitet, damit künftig schweres Gerät nicht mehr nur zu Übungen anrollt, sondern dauerhaft stationiert bleibt.