Ein Kreml-Hardliner spielt Entführer – und entfacht damit einen diplomatischen Flächenbrand. Wie ernst sind Dmitri Medwedews Drohungen gegen Kanzler Friedrich Merz wirklich?
Schock aus Moskau
Dmitri Medwedew, einst russischer Präsident, jetzt Vizechef des Sicherheitsrats, überraschte mit einer brutalen Fantasie: Eine Entführung von Bundeskanzler Merz sei „eine hervorragende Wendung“ im geopolitischen Machtspiel. Er verglich sein Szenario offen mit spektakulären US-Geheimaktionen – und würzte es mit der Beschimpfung Merz’ als „Neonazi“.
Die Pointe: Medwedew machte seine Aussage im Staatsfernsehen zur besten Sendezeit. Millionen flankierten in den russischen Netzwerken zustimmende Kommentare, während der Westen fassungslos reagierte. Doch die Rhetorik ist erst der Auftakt …
Lassen Sie uns nun betrachten, warum Medwedew ausgerechnet die Maduro-Festnahme zum Vorbild erklärt.