Eine erneute Insolvenzwelle erschüttert den deutschen Einzelhandel: Wieder trifft es eine traditionsreiche Kette, deren Läden seit Jahrzehnten zum Stadtbild vieler Innenstädte gehören. Noch ist unklar, wie gravierend die Folgen für Beschäftigte und Kundschaft ausfallen werden – fest steht nur, dass diesmal besonders viele Filialen betroffen sein sollen.
Ein sinkender Stern im Dauerkrisen-Modus

Die Nachricht kam mitten in der Sommerferienzeit, als viele Kund:innen mit ganz anderen Dingen beschäftigt waren. Branchenbeobachter:innen hatten zwar seit Wochen über Liquiditätsengpässe im Non-Food-Segment gemunkelt, doch dass es ausgerechnet diese Kette so hart treffen würde, überraschte selbst Insider.
Schon vor drei Jahren musste das Unternehmen einen tiefgreifenden Sanierungskurs einschlagen. Damals gelang der Neustart – allerdings zu einem hohen Preis: kleineren Sortimenten, gestrafftem Personalbestand und einem strikten Sparkurs, der kaum Spielraum für Investitionen ließ.