Noch bevor das Innenministerium konkrete Zahlen nennt, sickern erste Details durch: Die Bundesregierung sieht Deutschland im Visier einer neuen, rücksichtslosen „Russen-Mafia“. Wie tief die Struktur bereits reicht, will in Berlin derzeit kaum jemand offen aussprechen – doch alle Signale deuten auf eine Bedrohung, die über gewöhnliche Clankriminalität hinausgeht.
Eine warnende Stimme aus Berlin

Die Alarmglocken schrillen seit dem frühen Morgen: Sicherheitskreise berichten von einem internen Lagebild, das der Bundesregierung heute vorgelegt wurde. Darin heißt es, Netzwerke mit Ursprung in Russland nutzten das Machtvakuum, das nach dem Ukraine-Krieg in Osteuropa entstanden sei, um ihre Aktivitäten nach Westen zu verlagern. Besonders Geldwäsche in Immobilien, Kryptobörsen und Luxusgütern werde als Einfallstor genannt.
Offiziell bestätigen wollte das Kabinett die Details nicht, doch aus dem Bundeskanzleramt wurde am Vormittag verlautet, man nehme die Erkenntnisse „äußerst ernst“. Bereits am Wochenende sollen sich Vertreter von Innen-, Finanz- und Justizministerium zu einer Krisensitzung getroffen haben – ein seltenes Format, das sonst Terror- oder Pandemielagen vorbehalten ist.