Eine flirrende Mittagshitze liegt über Europas Norden – so erbarmungslos, dass selbst das Atmen schwerfällt. Niemand ahnt, dass sich hinter heruntergelassenen Rollläden eine Tragödie anbahnt, die selbst routinierte Einsatzkräfte erschüttern wird.
Rekordtemperaturen und tödliche Stille

Die aktuelle Hitzewelle hat in Nordfrankreich die 35-Grad-Marke unbarmherzig überschritten. Während Meteorologen noch von „ungewohnt tropischen Nächten“ sprechen, spüren Nachbarn in Beuvrages nur eine drückende Stille – keine Kinderstimmen, kein Ventilatorengeräusch, kein Plätschern einer Wasserschüssel.
Erst als ein besorgter Verwandter am frühen Nachmittag des 29. Juni die Wohnung betritt, bricht die Ruhe jäh: Er findet ein völlig überhitztes Zimmer, Thermometer weit jenseits der 30 Grad, verschlossene Fenster – und zwei reglose Körper in ihren Gitterbettchen.