Jetzt sprechen die Beteiligten – und der **Club L2** gerät in Erklärungsnot

Seitdem ist klar: Bei den Betroffenen handelt es sich um junge Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Sie stammen aus Migrantenfamilien, leben jedoch seit Jahren in Görlitz. Für sie, das Joliot-Curie-Gymnasium und zahlreiche Lehrkräfte ist der Vorfall ein Schock – nicht zuletzt, weil er mitten in einer Stadt geschah, die sich gern als offen präsentiert. Der Club L2 weist jede Form von bewusstem Rassismus zurück und begründet den Ausschluss mit „organisatorischen Abläufen“. Eine interne Untersuchung laufe, man wolle „Transparenz schaffen“.
Gleichzeitig prüfen Stadtverwaltung und Polizei, ob ein „benachteiligendes Motiv“ vorliegt. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen juristische Konsequenzen. Die Schulleitung fordert bereits eine öffentliche Entschuldigung, Eltern beraten über zivilrechtliche Schritte, und lokale Initiativen planen Mahnwachen. Eines steht fest: Aus einem glamourösen Abiball entwickelte sich binnen weniger Stunden ein exemplarischer Fall für den anhaltenden Kampf gegen Alltagsdiskriminierung – und der wird Görlitz noch lange beschäftigen.