Ein hartes Ringen hinter verschlossenen Türen, Wasserflaschen auf dem Verhandlungstisch und mehr als acht Stunden nächtlicher Debatten – doch niemand ließ sich ein einziges Detail entlocken. Was CDU-Chef Friedrich Merz, CSU-Vorsitzender Markus Söder sowie die SPD-Spitzen Lars Klingbeil und Bärbel Bas wirklich beschlossen haben, blieb bis zum Morgengrauen ihr Geheimnis. Nur so viel sickerte durch: Es geht um nicht weniger als das größte Reformpaket seit Jahren.
Spannung bis tief in die Nacht

Der Kanzleramtshof war noch hell erleuchtet, als die letzten Unterhändler kurz vor zwei Uhr morgens das Gebäude verließen. Offiziell sprach man von „konstruktiver Atmosphäre“, doch hinter vorgehaltener Hand war von hitzigen Wortgefechten die Rede. Steuern, Rente, Arbeitsmarkt – jede Partei verteidigte ihre roten Linien bis zuletzt.
Während draußen Journalisten fröstelnd auf den Durchbruch warteten, wurden drinnen Power-Point-Folien neu sortiert und Berechnungen aktualisiert. Erst als die Rechner verstummten und die Gremienchefs ein gemeinsames Dokument gegenzeichneten, war klar: Die wochenlange Hängepartie hat ein Ende, das Paket steht.