Druck aus Washington

Hinter den Kulissen war der Ton härter, als die offizielle Rhetorik vermuten lässt. In einer vertraulichen Note soll das Weiße Haus klargestellt haben, dass ohne Einigung Strafzölle auf EU-Autos „innerhalb von 48 Stunden“ ausgelöst würden. Diplomaten berichten, der Trump-Administration sei es zudem gelungen, höhere Kontingente für US-Flüssiggas und Rüstungsgüter in den Deal zu verankern – ein Punkt, der Umweltschützer und Friedensaktivisten gleichermaßen empört.
Mehrere Mitgliedstaaten fühlten sich zwischen Baum und Borke: nationale Industrie-Champions drängten auf rasche Zollsenkungen, während politische Parteien vor „Gefälligkeitspolitik“ gegenüber Trump warnten. Die Parlamentsmehrheit blieb bis zur letzten Minute wackelig.