70 Prozent weniger Tatverdächtige – und was das für Deutschland bedeutet

Nach allen Korrekturen steht die Zahl schwarz auf weiß: Männliche Jugendliche, die seit Geburt einen deutschen Pass besitzen, tauchen rund 70 Prozent seltener in den Polizeistatistiken auf als vergleichbare Altersgenossen ohne frühe Einbürgerung.
Das ifo-Institut sieht darin einen Beleg, dass Zugehörigkeit und Zukunftschancen wirkungsvoller gegen Kriminalität sind als jede Verschärfung des Jugendstrafrechts. Die Studie empfiehlt, das Geburtsortsprinzip weiter auszubauen und flankierend in Bildung sowie Familienberatung zu investieren – denn der stärkste Hebel gegen Jugendkriminalität scheint bereits im Kinderbett zu liegen.