Ein neues Dossier, bislang unveröffentlichte Zeugenaussagen – und plötzlich scheint im fast 20 Jahre alten Vermisstenfall der kleinen Madeleine McCann wieder Bewegung zu sein. Die britische und die deutsche Polizei halten sich offiziell bedeckt, doch hinter den Kulissen wächst die Spannung: Denn ein Mann, der seit Jahren im Zentrum der Ermittlungen steht, soll in der Haft überraschend ausführlich über die Nacht des 3. Mai 2007 gesprochen haben.
Ein fast zwei Jahrzehnte alter Albtraum

Die abgedunkelten Apartmentfenster in Praia da Luz, das leere Kinderbett und die verzweifelten Rufe der Eltern – die Bilder dieses Abends haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Seit dem Verschwinden der damals dreijährigen Madeleine McCann verfolgen Medien weltweit jede noch so kleine Spur und viele Familien fühlen mit, weil der Fall die Urangst aller Eltern berührt.
Zwischenzeitlich ermittelten Behörden in Portugal, im Vereinigten Königreich und in Deutschland in völlig unterschiedliche Richtungen: von Einbruchstheorien bis hin zu Vorwürfen gegen die Eltern selbst. Keine davon konnte bislang gerichtsfest bewiesen werden. Doch der Druck, endlich Klarheit zu schaffen, ist weiterhin enorm – und mit jedem Jahr wächst er.