Die leise Reaktion aus Berlin – und was Reisende wirklich riskieren

Offiziell sagt die Bundesregierung: nichts. Hinter den Kulissen verweist das Auswärtige Amt lediglich auf geltendes Recht und „gleiche Regeln für alle Drittstaatsangehörigen“. Eine eigene Warnung an deutsche Bürger, Russland zu meiden, existiert dagegen schon seit Monaten – wegen möglicher willkürlicher Festnahmen.
Unterm Strich führt die russische Alarmglocke vor allem zu einem: Noch weniger Reisen zwischen beiden Ländern, noch mehr Misstrauen. Wer dennoch fliegt, muss mit intensiven Zollkontrollen, Fragen nach Sanktionen und möglichen Bargeldeinziehungen rechnen – die Regeln sind real, doch der Ton macht jetzt den Unterschied. Die eigentliche Gefahr liegt nicht in einer plötzlichen Festnahme, sondern in einer Stimmung, die Reisen beiderseits zur politischen Bühne macht – und genau das lässt die Atmosphäre nach und nach wirklich vergiften.