Ein Funken genügte – und plötzlich steht ein ganzer Küstengürtel in Flammen. Urlauber raffen hastig ihr Gepäck zusammen, Einheimische starren fassungslos auf eine flammende Wand, die wie ein roter Sturm über sie hinwegzurollen droht. Wer kann, flieht; wer bleibt, bangt. Doch wo genau lodert dieses Inferno?
Glutrote Hitze frisst sich vor
Der Wind treibt meterhohe Flammenkronen vor sich her, als wären es tanzende Ungeheuer. Binnen Stunden frisst sich das Feuer durch dunkle Kiefernwälder, springt über Schnellstraßen, schluckt Parkplätze, Weinberge und Campingplätze gleichermaßen. Feuerwehren pumpen Wasser aus künstlich angelegten Bassins, doch jeder Löschangriff verpufft gegen die erneute Funkenlawine.
Selbst die Nacht schenkt keine Atempause. Satellitenbilder zeigen einen gleißenden Riss, der sich ausgerechnet dort entlangschlängelt, wo Europa jedes Jahr seine Sommeridylle sucht. Die Glut frisst nicht nur Bäume, sie frisst Erinnerungen: Ferienhäuser, Dünenbars, Pinienhaine – bislang Sinnbilder von Ruhe und Freiheit – stehen nun für nackte Bedrohung.