Jetzt ist klar, wo Europa brennt
Erst jetzt lüften Behörden den Schleier: Es ist die Gironde-Küste bei Bordeaux im Südwesten Frankreichs, wo sich das Feuer seit zwei Tagen ungebremst ausbreitet. Mehr als 43.000 Menschen – Anwohner, Camper, Urlauber – mussten bereits ihre Häuser und Zelte verlassen. Über 3.400 Hektar Wald stehen in Flammen; die historische Weinregion ringt um jeden Rebstock, der noch nicht verkohlt ist.
Meteorologen warnen, dass anhaltende Dürren und Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke das Inferno weiter nähren könnten. Doch mitten im Chaos zeigt sich auch Hoffnung: Einsetzender Küstennebel, sinkende Windgeschwindigkeiten und ein gigantisches Kontingent von Löschkräften aus ganz Europa geben Grund zur Zuversicht. Ob Bordeauxs Wälder gerettet werden können, entscheidet sich in den nächsten 48 Stunden – Stunden, in denen Mut und Ausdauer über das Schicksal einer ganzen Region entscheiden.