Notaufnahme, hohe Kosten – und ein bitterer Nachgeschmack

Acht quälend lange Stunden verbringt der Verletzte anschließend in der Notaufnahme von Toronto, die Platzwunde wird mit drei Stichen genäht. Die Rechnung? Rund 5.000 Dollar. Noch schwerer wiegt aber das Gefühl, von Polizei und Club-Personal allein gelassen worden zu sein. „Die Beamten meinten nur, das sei schwer aufzuklären“, klagt der Fan, der Anzeige gegen Unbekannt erstattet hat.
Die Narben heilen – das Entsetzen bleibt. Dennoch will das Trio die Reise nicht abbrechen: Schon am Donnerstag sitzt es im Flieger zum nächsten WM-Spiel der Deutschen in East Rutherford. „Der Regenbogen-Fächer steht für Freiheit. Wir lassen uns nicht einschüchtern“, sagt der 33-Jährige. Und so wartet die endgültige Antwort auf die Attacke vielleicht erst beim Einlaufen der Mannschaft – wenn der Fächer in leuchtenden Farben wieder in die Höhe schnellt.