Warum die Reform 2026 das eigentliche Problem verschärfen könnte

Mit der geplanten neuen Grundsicherung sollen Sanktionen wieder verschärft, Vermögensfreibeträge gesenkt und Meldefristen verkürzt werden. Offiziell will man „Leistungsbereitschaft“ belohnen – doch wer Pflegeverantwortung hat oder gesundheitlich eingeschränkt ist, gerät unter Druck, den er kaum bewältigen kann.
Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin geprägt von Niedriglohnsektor und Teilzeitfalle. Während das Kabinett Nullrunden beschließt, steigen Lebenshaltungskosten, insbesondere die Mieten in Ballungsräumen. Wer hier nicht mithalten kann, landet trotz Arbeit im Bürgergeld – und wird spürbar härter sanktioniert als zuvor.