Sitzplatzgebühren unter Beschuss

Noch lauter wird der Streit um Sitzplatzreservierungen. Die britische Wettbewerbsbehörde untersucht aktuell, ob Familien bei Ryanair für Sicherheit zahlen, die ihnen eigentlich zusteht. Parallel fordert der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments, dass Eltern mit Kindern automatisch nebeneinander platziert werden – und zwar ohne versteckte Aufschläge. Mehrere Abgeordnete wollen sogar Paare und Menschen mit eingeschränkter Mobilität in die Pflicht-Nachbarschaft aufnehmen.
Die Linie der Airlines bröckelt: EasyJet testet seit Mai „Family Auto-Seating“, Wizz Air bietet auf drei Strecken in Osteuropa eine kostenlose Zusammen-Sitz-Garantie. Brancheninsider berichten, dass die meisten Billigflieger auf ein EU-weites Machtwort warten, um sich nicht einseitig preislich zu benachteiligen. Für Reisende heißt das: Noch lauern Gebühren im Kleingedruckten, aber der Gegenwind für kostenpflichtige Familienplätze wird täglich stärker.