Debatte um Leihmutterschaft verschärft den Druck

Kurz nach seinem Rücktritt als Fraktionschef machten Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke (45) öffentlich, dass sie mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind.
Die Nachricht löste eine intensive politische Debatte aus. Der Grund: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Gleichzeitig lehnt die CDU eine Legalisierung seit Jahren ab.
Besonders kontrovers wurde die Situation dadurch, dass Spahn selbst noch wenige Monate zuvor gegen eine Freigabe der Leihmutterschaft Stellung bezogen hatte. Dadurch geriet der Politiker innerhalb der eigenen Partei zunehmend unter Druck.
Die Diskussion über seine persönliche Situation entwickelte sich schließlich zu einer politischen Belastungsprobe. Am Ende zog Spahn Konsequenzen und gab den Vorsitz der Unionsfraktion im Bundestag ab.
Sein Mandat als Abgeordneter legte er jedoch nicht nieder. Damit blieb er weiterhin Mitglied des Bundestages, während seine bisherige zentrale Führungsrolle innerhalb der Union an einen anderen Politiker überging.
Nun folgt mit dem Verzicht auf den CDU-Bezirksvorsitz offenbar der nächste Schritt.