Spahn wollte zunächst weitermachen

Der Rückzug aus dem Münsterland kommt überraschend, weil Spahn zunächst andere Pläne hatte. Noch im Juli hatte er angekündigt, erneut für den Vorsitz des CDU-Bezirksverbands kandidieren zu wollen.
Damit hätte er trotz des Verlusts seines Fraktionsvorsitzes weiterhin eine bedeutende Position innerhalb der Partei behalten.
Jetzt steht fest: Bei der kommenden Neuwahl wird Spahn nicht mehr antreten. Die Entscheidung soll bei der Wahl des Bezirksvorstands am 15. September umgesetzt werden.
Spahn stammt aus Ahaus im westlichen Münsterland, unweit der niederländischen Grenze. Vor zwei Jahren war er an die Spitze des CDU-Bezirks Münsterland gewählt worden.
Dabei übernahm er den Posten von Karl-Josef Laumann (69). Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister hatte den Bezirksverband zuvor 21 Jahre lang geführt und war schließlich nicht erneut angetreten.
Nun muss die CDU Münsterland erneut über ihre Führung entscheiden.
Für Spahn bedeutet das gleichzeitig einen weiteren Verlust an innerparteilichem Einfluss.