Das große Finale: Wann Ihr Handy wirklich durchsucht werden darf

Die entscheidende Hürde bleibt also der konkrete Tatverdacht. Nur wenn ein eindeutiges Indiz vorliegt – etwa ein noch offenes Radarwarn-Fenster oder ein klarer Signalton –, darf die Polizei das Smartphone beschlagnahmen und im Beisein der Betroffenen prüfen. Überraschend ist dagegen, dass allein die App-Installation derzeit nicht reicht, um Bußgeld oder Punkte zu verhängen.
Heißt im Klartext: Wer seine Blitzer-App während der Fahrt nutzt und dabei ertappt wird, riskiert 75 Euro und einen Punkt. Wer sie lediglich installiert hat, kommt in der Regel davon – solange das Display schweigt. Doch Experten warnen bereits: Eine kleine Gesetzesnovelle könnte diese Lücke schließen. Bis dahin bleibt das Spiel aus Nervenkitzel und Paragraphenroulette bestehen.