RKI zieht klare Linie

Erst als das Robert Koch-Institut gestern Abend seine Bewertung veröffentlichte, kam Bewegung in die Debatte. RKI-Präsident Lars Schaade stellte klar, „dass keine Pandemiegefahr durch die aktuellen Hantavirus-Fälle besteht“. Die bekannten Übertragungswege seien begrenzt, eine breite Ausbreitung in der Bevölkerung „nach allem, was wir wissen, extrem unwahrscheinlich“.
Auch die Weltgesundheitsorganisation bestätigte in einer zeitgleichen Stellungnahme das „absolut geringe“ Risiko. Von den ursprünglich acht getesteten Personen wurden sechs positiv bestätigt, alle Kontaktpersonen bleiben symptomfrei. Die wichtigste Botschaft: Ein zweites Corona zeichnet sich nicht ab – weder für Reisende noch für die Bevölkerung. Wer im Wald joggen oder Gartenarbeit verrichten möchte, solle weiterhin Handschuhe und FFP2-Maske bei starkem Mäusebefall nutzen, „mehr brauchen wir im Moment nicht“, so das RKI. Damit löst sich die aufgebaute Spannung: Die Bedrohung ist real, aber beherrschbar – ein Aufatmen, das viele längst herbeigesehnt haben.