Tragödie in Phu Quoc, Vietnam

Erst Stunden später wurde das ganze Ausmaß klar: Vor der beliebten Ferieninsel Phu Quoc in Südvietnam riss die Katastrophe 15 indische Urlauber in den Tod, darunter mehrere Familienmitglieder, die gemeinsam unterwegs waren. 21 Menschen überlebten verletzt, drei davon schwer.
Die Polizei nahm den 40-jährigen Kapitän noch am Pier fest, leitete ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ein und beschlagnahmte sämtliche Navigationsdaten. Während Angehörige in Indien um Repatriierungsflüge trauern, verdichten sich Hinweise, dass das Boot für maximal 26 Personen zugelassen war – an Bord befanden sich 36. Am Ende bleiben bohrende Fragen, gebrochene Familien – und die Hoffnung, dass die lauter gewordenen Rufe nach strengeren Kontrollen nicht erneut ungehört verhallen.