Widersprüche, Vorwürfe – und ein Messer, das keiner findet

Im Kreuzverhör vertieft die Staatsanwaltschaft nun die angebliche Traumatisierung der Angeklagten: War der Pferdetod Auslöser für eine Eskalation? Hatte Gina H. psychische Probleme, von denen ihr Partner nichts ahnte? R. bestätigt, sie habe wegen einer Persönlichkeitsstörung in Therapie gestanden, doch konkrete Ausraster will er kaum bemerkt haben. Wieder wirken seine Antworten vorsichtig, fast ausweichend – als fürchte er, sich erneut zu verheddern.
Gleichzeitig drängt die Verteidigung auf ein anderes Thema: Ein bislang ungeprüftes Messer, das laut R. Monate nach der Tat in einer Mülltonne aufgetaucht sein soll. Könnte es die nie gefundene Tatwaffe sein? Die Diskussion wird hitzig, der Richter mahnt zur Sachlichkeit, verspricht aber eine schnelle Entscheidung. Im Saal spitzt sich alles zu – der Ausgang bleibt offen.