Ein dichter Regennachmittag liegt über Mecklenburg-Vorpommern, als Dutzende Ermittler in weißen Schutzanzügen eine abgelegene Mülldeponie bei Karow betreten – auf der Jagd nach der einen Spur, die das Rätsel um den grausamen Tod des achtjährigen Fabian endlich lösen könnte.
Einsatz im Müllmeer

Die Monitore der Einsatzleitung zeigen riesige Berge aus Hausmüll, in denen die Beamten Tüten aufschneiden, Stofffetzen wenden, jede Kleinigkeit sichern. Über Stunden arbeitet sich die Kolonne vor, immer in der Hoffnung, ein entscheidendes Beweisstück zu finden. Niemand verrät offiziell, wonach gesucht wird – nur so viel: Es geht um Kleidung, vielleicht um die Tatwaffe, vielleicht um beides.
Nach dem ersten Durchgang wird jeder Fund in nummerierten Papiertüten versiegelt. Kripo-Fotografen dokumentieren penibel jedes Detail, während ein Geruch von faulendem Abfall durch die Halle zieht. Ein Einsatz dieser Größe an einer Mülldeponie ist selbst für Routiniers selten – und zeigt, wie verzweifelt die Ermittler nach Antworten suchen.
Weiter geht es mit der Frage, was in den Tagen vor Fabians Verschwinden geschah …