Lobby-Schlacht und öffentliche Empörung

Während die Koalition streitet, trommeln Wirtschaft und Verbraucherschützer. Der Deutsche Brauer-Bund rechnet mit Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent; Foodwatch kontert, die Steuer müsse hoch genug sein, um bei Kindern eine echte Verhaltensänderung auszulösen.
Gleichzeitig schwappt Empörung durch die sozialen Netze: Kritiker sprechen von „Bevormundung“ und „Klima der Verbote“, Befürworter verweisen auf internationale Beispiele, in denen der Zuckergehalt in Getränken nach Einführung einer Steuer um bis zu 30 Prozent sank. Hinter verschlossenen Türen wächst der Druck, den Gesetzentwurf noch vor der Haushaltsklausur im Oktober fertigzustellen.