Die überraschende Ausweitung – jetzt auch **Eis** im Visier

Erst auf den letzten Seiten des Papiers findet sich der brisanteste Passus: Um „Wettbewerbsverzerrungen zwischen vergleichbaren Produktgruppen“ zu vermeiden, soll die Abgabe nicht nur für Getränke gelten, sondern optional auf „tiefgekühlte Süßspeisen mit zugesetztem Zucker“ ausgeweitet werden. Heißt konkret: Speiseeis könnte ab 2027 ebenfalls teurer werden, wenn sich die Ressorts einigen.
Das wäre ein Tabubruch. Der Verband der deutschen Speiseeis-Hersteller spricht bereits von möglichen Preisaufschlägen von zehn Prozent pro Becher. Verbraucherschützer wiederum wittern einen „Gamechanger“: Würde Eis einbezogen, ließe sich laut interner Berechnungen eine zusätzliche halbe Milliarde Euro pro Jahr erzielen – und das gesundheitspolitische Signal wäre ungleich stärker, weil Eis gerade bei Kindern beliebt ist.