Spur nach Osten: Brutale Gewalt auf Berliner Straßen

Parallel häufen sich in Berlin Gewalttaten, die Ermittler derselben Struktur zuordnen. Schüsse auf offener Straße in Spandau, Handgranatenwürfe in Kreuzberg, sechsstellige Schutzgeldforderungen an Supermarktketten: Hinter den Attacken sollen die „Daltons“ stecken – eine junge, extrem gewaltbereite Gruppierung, deren mutmaßlicher Anführer laut Ermittlern in Russland untergetaucht ist. Über verschlüsselte Messenger steuert er seine Leute, heißt es.
Was die Behörden besonders beunruhigt: Die Täter inszenieren ihre Gewalt offen in sozialen Netzwerken. Videos von Einschusslöchern, brennenden Autos und Geiseldrohungen kursieren minutenlang online, bevor sie gelöscht werden. Diese Mischung aus Brutalität und digitaler Selbstvermarktung verschafft der Gruppe Nachahmer – und untergräbt das Vertrauen in Polizei und Justiz.