Am Ende geht es um Sicherheit – und um Milliarden

Das vertrauliche Papier, das dem Kanzler heute Morgen vorgelegt wurde, taxiert den Schaden für 2024 bereits auf 2,65 Mrd. Euro – mehr als doppelt so viel wie noch vor drei Jahren. „Darin nicht enthalten sind die Kosten für Re-Investitionen in Sicherheit und Justiz“, warnt ein hochrangiger Beamter. In einzelnen Bundesländern sollen russische Syndikate inzwischen größere Geldsummen bewegen als klassische italienische oder albanische Gruppen.
Entscheidend ist nun, ob die Regierung die angekündigten Maßnahmen schnell genug umsetzt. Denn laut letzter Passage des Lageberichts planen die Netzwerke, ihr System der Einschüchterung auf Mittelstädte und ländliche Regionen auszuweiten – Orte, in denen sich Polizeipräsenz leicht berechnen lässt und der Respekt vor dem Staat am ehesten erodiert. Dass die Bundesregierung heute öffentlich Alarm schlägt, ist daher mehr als Symbolik: Es ist der Versuch, die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie ganz Deutschland erfasst.