Die Antwort des Staates: Geheimer Aktionsplan gegen OK

Bereits Ende Februar hatte das Kabinett einen Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität beschlossen. Damals war von mehr Personal, KI-basierter Datenanalyse und strengeren Vermögensabschöpfungen die Rede. Was bislang fehlte, war ein konkreter Gegner – das hat sich mit dem neuen Lagebild geändert. Aus dem Innenministerium heißt es jetzt, Zoll und Bundeskriminalamt erhielten „sofort einsatzfähige Sondereinheiten“, um russisch-stämmige OK-Netze aufzubrechen.
Im Fokus stehen dabei Speditionsfirmen in Hafenstädten, Notarbüros, die millionenschwere Immobiliendeals abwickeln, sowie Kryptoplattformen, über die digitale Vermögenswerte verschoben werden. Erste Durchsuchungen sollen laut Plan noch in dieser Woche anlaufen – Ziel ist es, Vermögen schneller einzufrieren und zugleich die Finanzströme für Strafverfahren zu sichern.