Ab 2026 erwartet Millionen von Arbeitnehmern in Deutschland eine deutliche Lohnerhöhung durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns. Diese Änderung betrifft nicht nur Vollzeitkräfte, sondern auch Teilzeitbeschäftigte und Minijobber, die dadurch mehr Geld im Monat verdienen werden.
Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro ab 2026 bringt bis zu 187 Euro mehr im Monat

Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde. Für Vollzeitbeschäftigte mit einer 40-Stunden-Woche bedeutet das eine monatliche Mehrzahlung von bis zu 187 Euro brutto. Insgesamt profitieren rund 6,6 Millionen Beschäftigte von der Erhöhung. Teilzeitkräfte erhalten entsprechend ihrer Arbeitszeit eine proportionale Erhöhung. Minijobber profitieren ebenfalls, da die Verdienstgrenze von derzeit 556 Euro auf etwa 603 Euro angehoben wird, sodass sie trotz höherem Stundenlohn weiterhin ähnlich viel arbeiten können.
Die Anpassung ist eine der größten Mindestlohnerhöhungen seit Einführung des Mindestlohns und soll vor allem Menschen in Branchen mit vielen Niedriglohnjobs helfen, darunter das Gastgewerbe und die Land- und Forstwirtschaft. Frauen und Beschäftigte in Ostdeutschland zählen zu den Hauptprofiteuren dieser Maßnahme.
Diese Erhöhung steht im Zeichen sozialer Gerechtigkeit und soll Armut vorbeugen sowie die Kaufkraft stärken. Arbeitgeber müssen jedoch ihre Verträge anpassen und genau dokumentieren, um Bußgelder zu vermeiden.
Das nächste Jahr bringt weitere Veränderungen: Die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro ist erst der Anfang, denn 2027 steht bereits die nächste Stufe bevor.