Kennzeichen als Tabu-Zone: Lackiertes Risiko

Das Nummernschild ist hoheitliches Dokument; Farbe, Schrift und Reflektorfolie sind genormt. Schon ein schmaler Rand-Sticker oder matter Klarlack gilt als Manipulation und kostet 60 € Bußgeld plus einen Punkt. Deckt eine Folie die Prägung teilweise ab, wertet die Polizei das als Kennzeichenmissbrauch – ein Straftatbestand.
Noch schärfer wird es, wenn Reflektoren oder Beleuchtung am Kennzeichen überklebt werden: Dann verliert das Fahrzeug automatisch seine Zulassung. Spätestens hier drohen 90 € Strafe, Abschleppkosten und ein im wahrsten Sinn des Wortes schwarzer Eintrag in Flensburg. Aber was passiert, wenn Sticker, Folien und Kennzeichen den gesetzlichen Rahmen ohnehin schon sprengen?