Kreml unter Druck – doch das Geschäft läuft weiter

Aus Moskau heißt es offiziell, alle ausländischen Rekruten seien „freiwillige Vertragssoldaten“ – Fälle von Zwang oder Täuschung würden geprüft, man sehe jedoch „keinen systematischen Missbrauch“. Parallel bietet Russland neuen „Entwicklungspartnerschaften“ an, die Ausbildungspakete für afrikanische Sicherheitskräfte versprechen.
Kenias Drohung, diplomatische Beziehungen einzufrieren, setzt erstmals greifbaren Druck. Dennoch signalisieren Insider, dass die Rekrutierung abseits der offiziellen Kanäle ungebremst weiterläuft – der Kreislauf aus Armut, Hoffnung und kriegerischem Kalkül bleibt bestehen. Ob die kommende Moskau-Reise das Ruder herumreißen kann, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Die Augen Afrikas – und der Welt – sind darauf gerichtet.