Nachrichten über Fabian werfen neue Fragen auf

Erik W. hatte laut eigener Aussage über soziale Medien von Fabians Verschwinden erfahren. Weil er wusste, dass Gina H. den Jungen kannte, habe er immer wieder nachgefragt, ob es Neuigkeiten gebe. Einmal sei er sogar selbst losgezogen, um nach möglichen Spuren Ausschau zu halten, weil sich das Verschwinden in der Nähe seines Wohnortes ereignet habe.
Der Richter las anschließend mehrere Nachrichten vor, die Erik W. während der Suchphase an Gina H. geschickt hatte. Darunter war eine Formulierung, bei der das Gericht genauer nachhakte: „Guten Morgen. (…) ist voll, wegen diesem Bengel, wa? Den finden sie nicht mehr wieder.“
In einer weiteren Nachricht hieß es: „Ja gut, das stimmt, da geb ich Dir recht. Aber, ja. So hart es klingt von mir, ist aber deine Sorge, ne? Du weißt selber, wie viel Ärger der dir eingebracht hat. Da haben sich jetzt Mutter und Vater drum zu kümmern. Trotzdem ist das alles nicht schön, dass das so…“
Der Richter wollte wissen, was der Zeuge mit dem Satz über den „Ärger“ meinte. Erik W. erklärte, er habe damit Streitigkeiten gemeint, die Fabian zwischen Gina H. und Fabians Vater ausgelöst haben soll. Noch brisanter wurde es jedoch bei einer weiteren Nachricht vom 12. Oktober.