„Schade um den Bengel“ – und eine auffällige Sprachnachricht

Am 12. Oktober um 20.54 Uhr schrieb Erik W. an Gina H.: „Also kann der Bengel schon seit morgens weg sein, seitdem sie aus dem Haus gegangen ist oder wat? Oah ist das alles schlimm. Schade um den Bengel. Er hat dir zahlreiche Steine in den Weg gelegt in der Beziehung, aber der hat es glaube auch nicht einfach zuhause.“
Der Richter fragte weiter nach, wollte wissen, wie Gina H. sich nach dem späteren Fund des Jungen verhalten habe und ob sie bei der Suche beteiligt gewesen sei. Der Zeuge konnte sich an vieles nicht mehr erinnern. Immer wieder musste das Gericht ihm mit Nachrichten und Sprachnachrichten auf die Sprünge helfen.
Eine Sprachnachricht von Gina H. vom 12. Oktober wurde besonders ausführlich thematisiert. Darin sagte sie über Fabians Mutter: „Es sind jetzt einige Dinge rausgekommen von Dorinas Seite. Die wird richtig Probleme kriegen mit dem Jugendamt und der Polizei. Es kommen jetzt Dinge raus, dass sie ihn nachts alleine gelassen hat und feiern gegangen ist, statt bei ihm zu bleiben. Stockbesoffen nachhause gekommen ist, naja…“
Auf die Frage, ob Gina H. eifersüchtig auf Fabians Mutter gewesen sei, antwortete Erik W. ausweichend: „Wüsste ich jetzt nicht.“